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 Wie alles begann

1949 eröffnete Leenders Senior zusammen mit Kompagnon Otten in Meerbusch-Büderich ein kleine Schuhfabrik für Fußballschuhe. 1957 zog man nach Kleve um. Hergestellt wurden dann elegante Damenschuhe Marke „Toujours jeune“. Alle Leder gefüttert und mit Pfennigabsätzen. In einer Vitrine stehen noch heute nostalgischen Exemplare, Zeugen guter alter Handwerksarbeit.

Nebenher lief die Produktion von Karnevalsstiefeln. Sie sollten später die Basis für eine Nischenproduktion werden. Mit der Damenschuh-Konkurrenz aus dem Ausland konnte der Klever Betrieb nicht mehr Stand halten. „Wenn ich diese Ware heute sehe, tut mir das Herz weh“, gibt Leenders zu.
Seit 60 Jahren mit Schuhen verbunden
Parkplätze vor dem Fabrikgebäude gratis!

Die nächste Generation

Als 1990 die Produktion ganz eingestellt wurde, schien auch das Karnevalsgeschäft zu Ende . Aber die Rechnung wurde ohne die Karnevalisten gemacht. Die Telefone liefen heiß, viele wollten ihre Karnevalsstiefel weiterhin haben. Norbert Leenders stellt heute mit seinen Mitarbeitern ca. 1000 Paare pro Session selber her. 80 bis 100 Euro kostet ein Paar in echtem Leder.

Manche kommen auch zur Rundumerneuerung zurück, so auch 38  Paar der Kölner Rheinveilchen. Leenders Stiefel sind langlebig und überdauern  Tanzmariechengeneration.

Norbert Leenders, der Karnevalist

hat selbst ein jeckes Herz, tanzt im Klever Männerballett mit. Manche Sitzung aus den närrischen Hochburgen schaut er im Fernsehen.
„Zu sehen sind die Karnevalsprinzen und Tanzmädchen meist nur "obenherum", das ärgert mich. Kaum ein Blick fällt auf die angefertigten Schuh und  Stiefel aus Kleve“, lacht der 60-Jährige.

Quelle: aus „Stiefel müssen krachen“ von Sabine Hannemann

 

Otten und Leenders  | Ihr Schuhzentrum.